Die einzige Verschwörungstheorie, an der wirklich etwas dran ist

 

Hast du schonmal davon gehört, dass die Mondlandung im Jahr 1969 gar nicht wirklich stattgefunden hat? Dass das Ganze nur in einem Filmstudio inszeniert wurde? Dass es nichts als eine große Lüge ist?

Das ist ein klassisches Beispiel für eine Verschwörungstheorie. Absurd, aber nach über 40 Jahren immer noch existent. Wobei ich mir gut vorstellen kann, dass die Russen damals lauthals demonstriert hätten, während sie den Funk abhörten, wenn die ganze Show in den Hollywood Hills gedreht worden wäre 🙂

Mit Verschwörungstheorien kann man sich schnell die Zeit zu vertreiben. Sich tage- und wochenlang damit beschäftigen und immer tiefer in die Materie einarbeiten, ohne zu einem endgültigen Fazit zu kommen. Hat man sich dann endlich entschieden, was man glauben möchte, so liefert das Internet gleich eine neue Auswahl an weiteren ungeklärten und mysteriösen Phänomenen und Machenschaften.

Hier mal eine kleine Auswahl:

● 9/11

● Elvis lebt

● Chemtrails

● Lichtnahrung

● Mondlandung

● Aliens in Area 51

● alle Sportler dopen

● Gold wird manipuliert

● Plunge Protection Team

● weiß der Geier was noch alles

 

Einige dieser Dinge sind völliger Quatsch. Manche sind einfach nur Vorurteile. Andere werden dagegen ernsthafter diskutiert. Hier ein cooles Video, wie man die schlimmsten dieser Theorien schnell und einfach identifizieren kann.

Natürlich sehen die Befürworter diese Dinge nicht als Verschwörungstheorie an. Sondern als wichtige Erkenntnisse, die anderen bisher entgangen sind und über die man die ganze Welt aufklären sollte. Erkenntnisse, für die man ihnen später noch dankbar sein wird, es „aufgedeckt“ zu haben.

Wie du beim Lesen sicher bemerkt hast, bin ich kein Fan solcher Theorien. Sie führen oft zu haltlosen Diskussionen, Mutmaßungen und verhärteten Fronten zwischen Befürwortern und Gegnern. Sinnvolle Erkenntnisse sind dagegen meist Fehlanzeige. Einige dieser Theorien schüren zudem völlig unnötige Ängste.

Es gibt noch einen wichtigen Grund, sich von Verschwörungstheorien fernzuhalten: Es ist einfach unsere Lebenszeit nicht wert, sich damit zu befassen. Wir haben nur eine begrenzte Menge an Zeit und Energie zur Verfügung, und die lässt sich sinnvoller einsetzen. Im Alltag haben wir ohnehin genug Fragen und Probleme zu meistern.

Denn egal wie klar die Argumente in Diskussionen sind: Es gibt selten eine endgültige Antwort, an die alle glauben. Auch, wenn sie noch so plausibel ist. Die Urheber und Verfechter der Theorien werden sie bis aufs Messer verteidigen und immer abstrusere „Erklärungen“ liefern, um sich nicht outen zu müssen, einfach völlig daneben gelegen zu haben. (Vielleicht sollten diese Leute die gängigsten Ausreden für solche Fälle kennen und kleinbei geben)

Meist steckt hinter einer Verschwörungstheorie ein bestimmtes Interesse – zum Beispiel einer Person oder Gruppe, die davon profitiert oder sich damit profilieren möchte. Die Frage: „Wem nützt es?“ ist daher immer ein ganz guter Anfang, um hinter die Kulissen zu blicken.

Wenn du nun bis hierher gelesen hast, möchtest du sicher wissen: Was ist nun die einzige besondere Verschwörungstheorie, an der wirklich etwas dran ist?

Ganz einfach: Schau dir nochmal das heutige Beitragsbild an. Es ist die beste Karikatur zu dem Thema, die ich jemals gesehen habe.

„We are being controlled by the random outcomes of a complex system.“ (Jacob Samuel)

 

Wir werden von den zufälligen Ergebnissen eines komplexen Systems kontrolliert. Das ist vielleicht nicht zu 100% ernst gemeint, hat aber einen wahren Kern. Eine „Verschwörungstheorie“, an die man glauben kann. Eine der wenigen, die positiv formuliert ist. Und vielleicht die einzige, die uns entlastet und erklärt, dass wir nicht für alles eine höhere Erklärung finden müssen.

Eines ist Fakt: Das Leben, unser Bewusstsein und die Realität sind ein extrem komplexes System. Wir bewegen uns darin und sind dem Ganzen ziemlich ausgeliefert (auch, wenn wir meist denken, alles im Griff zu haben). Und genau deswegen denke ich, dass an dieser durchaus lustig als Karikatur präsentierten Theorie etwas dran ist.

 

PS: Jacob Samuel, von dem die heutige Beitragsgrafik stammt, hat übrigens auch ein witziges Buch zu bieten, das ich mir gleich mal bestellt habe: I Can’t Believe We Had To Die Just To Make This Pointless Book – Funny Cartoons about Life, Death, and Unpaid Internships

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