Genialer Marathon im Allgäu

Am Wochenende stand wieder ein monatlicher Marathon auf den Programm. Diesmal ging es mit dem Zug nach Sonthofen ins Allgäu. Wie so oft sollte es ein Trainingslauf mit Endbeschleunigung werden – also ein langer Lauf mit etwas Wettkampfhärte am Ende.

Heute, am Tag danach, muss ich zugeben: Es hat nicht geklappt. Es war eher wie ein richtiger Wettkampf. Und das, obwohl ich mir an den Verpflegungsstationen Zeit ließ und unterwegs locker 15 Mal für Fotos anhielt. Das Problem war nämlich, dass es ein ordentlicher Berglauf war, auf den ich überhaupt nicht vorbereitet war. Die Folge: Brutaler Muskelkater in den Oberschenkeln!

Auf den ersten 13 km ging es etwa 1.000 Höhenmeter aufwärts. Tja, hätte ich mir mal das Höhenprofil angeschaut. Das Event heißt schließlich nicht umsonst „Panorama-Marathon“. Kann man sich eigentlich denken… An einigen Stellen war es so steil, dass ich gehen musste. Dafür entschädigte aber die fantastische (!!!) Aussicht, die ich hier mit einigen Fotos von unterwegs dokumentiere.

 

Allgäu Panorama Marathon Sonthofen

Kurz nach dem Start bei Kilometer 2. Noch war es relativ flach.

 

Allgäu Panorama Marathon Aussicht

Jetzt ging es ordentlich bergauf. Entsprechend besser wurde die Aussicht.

 

Birkenbichl Hütte Allgäu Panorama Marathon Aussicht

Hoch, hoch, hoch. Immer, wenn man dachte, „oben“ zu sein, kam die nächste Steigung. So wie hier an der Birkenbichl Hütte.

 

Kuh Kühe Alm Allgäu Panorama Marathon

Empfangskomitee bei Kilometer 12: Die netten Kühe von der Alm. Achtung: Nicht in die Kuhfladen treten!

 

Weiherkopf Allgäu Panorama Marathon Aussicht

Endlich oben am Weiherkopf auf 1665 Metern. Kurz die Aussicht genießen und dann steil bergab.

 

Allgäu Panorama Marathon Aussicht

Immer wieder gab es Stellen mit fantastischer Aussicht. So wie hier auf einem längeren Bergab-Stück.

 

Zum Glück gab es viele Verpflegungsstationen. Denn ich bin einfach ohne Gels und Wasser mitgelaufen. Insgesamt habe ich sicherlich 10 Minuten damit vertan, dort ausgiebig zu trinken (Wasser, Iso, Cola) und zu essen – Banane, Melone, Pfirsich, Kuchen und sogar Gels waren im Angebot. Wirklich spitzenmäßig! Zwischendurch rebellierte sogar kurz mein Magen, weil ich zu viel reingestopft hatte.

 

Verpflegung Verpflegungsstation Allgäu Panorama Marathon

Ausgiebige Essenspause an einer Verpflegungsstation. Ich trug den ganzen Marathon über die Digicam in der Hand und habe mich hier mal von den Helfern beim Kuchenessen fotografieren lassen.

 

Einziges Manko waren die steilen Bergab-Stücke. Vor allem, wenn es asphaltiert war, hat das stark auf die Beine gestaucht. Hier habe ich dann extra langsam gemacht und bin in kleinen Schritten gelaufen, um bloß keine Verletzung einzufangen. Bei leichtem bis moderatem Gefälle konnte ich das Tempo dagegen richtig laufen lassen.

 

Allgäu Panorama Marathon Trail

Ein Trail irgendwo im Hinterland. Vor mir eine kleine Gruppe, auf die ich aufgelaufen war.

 

Allgäu Panorama Marathon Aussicht

Es folgte eine Asphaltstraße zwischen den Bergen durch. Später ging es dann längere Zeit bergab.

 

Allgäu Panorama Marathon Trail

Zum Teil ging es mitten durch die Prärie wie hier auf einem Mini-Feldweg. Kurz danach war die Beschilderung etwas ungenau und ich musste den richtigen Weg suchen.

 

Nach ewigem Auf und Ab waren die letzten 10 km flach. Hier konnte ich schön aufs Tempo drücken und auf dem angenehmen Schotterwegs entlang des Flusses noch einige Leute überholen. So hat es dann auch mit der Endbeschleunigung geklappt – nur, dass es diesmal auch vorher schon richtig anstrengend war.

 

Allgäu Panorama Marathon flach Aussicht

Wieder unten. Das letzte Teilstück ging durchs Flache, überwiegend ganz leicht abfallend entlang eines Flusses.

 

Im Ziel gab es dann erstmal eine Massage. Und dann ab ins Freizeitbad Wonnemar, das direkt am Ziel liegt, um zu duschen, mich in das heiße Sprudelbecken zu setzen und ein bisschen zu schwimmen. Anschließend wollte ich zur Pizzeria schlendern, an der ich schon am Vorabend hervorragend gegessen hatte.

Noch ein kurzer Blick auf die Ergebnisliste. Und siehe da: Platz 19 gesamt und sogar Platz 3 in der Altersklasse. Verrückt. Also blieb ich da, um einen kleinen Pokal bei der Siegerehrung abzufassen. Und ja, die Pizza gab es danach selbstverständlich auch noch!

 

Allgäu Panorama Marathon Siegerehrung

Überraschend Platz 3 in der Altersklasse abgestaubt.

 

Insgesamt kann ich das Event absolut empfehlen! Super Orga, super Strecke, super Entspannung im Ziel und ein günstiges Startgeld. Von der Strecke her ist für jeden etwas dabei: Halbmarathon (21 km mit 200 Höhenmetern), Marathon (42 km mit 1550 HM) und Ultra (69 km mit 3400 HM für alle Wahnsinnigen).

2 Kommentare zu Genialer Marathon im Allgäu

  1. Cs sagt:

    Super Fotos! Die sind sehr gut geworden. Das macht Lust aufs Allgäu!

    Bin den Halbmarathon gelaufen, zum 2. Mal. Ist wirklich eine schöne Veranstaltung und ich freue mich schon aufs nächste Jahr.

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